Trainingslehrgang
Punat / Kroatien 2006
Unser Tagebuch,
geschrieben von Kerstin:
26.8.2006
Wir starteten um 3 Uhr früh mit einem Kleinbus in Richtung Süden.
Die Vorfreude blieb nicht unbelohnt, denn als wir um etwa 10 Uhr
morgens unser Reiseziel erreichten gab es strahlenden Sonnenschein,
frische Feigen vom Baum und den ersten von unzähligen kava (Kaffees)
in der caffee bar Riva an der Strandpromenade. Nach dem Mittagessen
und dem Bezug der Zimmer trafen wir uns zum Baden am Strand. Da
wir alle (und natürlich besonders der Fahrer Michael) nicht besonders
viel Schlaf abbekommen hatten, verschliefen wir den ersten Nachmittag
unter kroatischer Sonne. Am Abend hatten wir noch Christians und
Selinas Geburtstag nachzufeiern, Zivjeli!
27.8.2006
You should always think twice about what you wish, because wishes
can come true: Jemand hat sich schlechtes Wetter gewünscht und
dieser Wunsch wurde prompt erfüllt (wer war das wohl?). Bei der
Besichtigung der Hauptstadt Krk gab es dann wie bestellt einen
gewaltigen Wolkenbruch. Allerdings war der Regen so schnell wieder
vorbei, wie er gekommen war, und das Wetter wurde sogar noch badetauglich.
Wir suchten uns eine kleine Privatbucht, wo wir ungestört schwimmen
und schnorcheln konnten und verbrachten dort einen ruhigen Nachmittag.
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28.8.2006
Trainingsstart! Nach dem Tai Chi mit Dr. Günther Tonn, wo wir
begonnen eine Ballform zu lernen ("Wecke das chi"), wurde es endlich
ernst. Bei uns stand Kihontraining bei Michael Schneiderbauer
und Kumitetraining bei Gudrun Mayrhofer auf dem Programm. Die
Fortgeschrittenen hatten Thomas Specht ("Ich will keine Meerschweinchen,
ich will Wildschweine sehen!") und Walter Lorber. Thomas Specht
machte ein Katatraining mit Schwerpunkt auf der Kata Jitte.
29.8.2006
Am Vormittag gab es für uns Kumitetraining bei Walter Lorber (Fußtechniken),
am Nachmittag hatten beide Gruppen Selbstverteidigungstraining
bei Franz Katzlberger, wo es nach der "Damenwahl" (Jede Frau sollte
mit einem Mann trainieren, sinnvollerweise…) ans Halten und Würgen
ging und wie man sich aus solchen Situationen befreit. Christian
durfte immer als Vorzeigesubjekt herhalten … Und man sieht als
Frau: Wenn einem mal sympathische 100 kg auf dem Bauch sitzen
und man dabei auch noch gewürgt wird, wird es eher schwierig sich
aus der Affäre zu ziehen, selbst mit der richtigen Technik. Allerdings
konnte sich sicher jeder etwas Wichtiges für die Zukunft mitnehmen,
und auf allgemeinen Wunsch wurde der Trainingsplan geändert und
es gab noch zwei weitere Einheiten mit Tipps und Tricks aus dem
Polizeialltag. Ganz ehrlich: es gibt echt böse Sachen, die man
mit demjenigen anstellen kann, der einem zu nahe tritt …dieser
Umstand wurde auch von "Katzi" mit viel Humor dargelegt. Nach
dem Abendessen gingen wir Nachtschwimmen, weil wir hofften, auf
diese Weise einige aufblasbare Badeinseln gratis benützen zu können.
Aber leider gab es auch nachts Aufpasser, und als sich dumm stellen
nichts mehr half, mussten wir unseren nächtlichen Badeausflug
beenden (No further comment …).
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30.8.2006
Ein Highlight des Tages war neben dem Training bei Thomas Specht
(Wildschweine!) und weiterer Polizeiselbstverteidigung bei Franz
Katzlberger sicher die Fischplatte, die wir uns nach dem Training
gegönnt haben …so etwas gibt es eben nur im Urlaub am Meer.
31.8.2006
Nach dem Kumitetraining mit Walter Lorber (inklusive japanischer
Runde) ging es ab zum Fotoshooting bei einer alten Kirchenruine,
die wir schon am Montag beim Joggen entdeckt hatten. Unter strahlender
Sonne gaben Fotografen und Karatekas ihr Bestes und wir hoffen,
dass ein paar gute Bilder herausgekommen sind. (seht selbst) Danach
ging es zum Tai Chi, wo wir die Ballform zu Ende lernten ("Die
schöne Frau schaut in den Spiegel") und anschließend praktischerweise
noch die Leber reinigten (immer gut...). Zum Abschluss hatten
wir noch Katatraining bei Gudrun Mayrhofer mit Katamix (eine Kata
bis zur Hälfte machen, dann mit einer anderen fortfahren bis zum
Schluss…) und Katastaffel, was beides für uns neu war.
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1.9.2006
Am Vormittag wurden die Trainings zusammengelegt, damit am Nachmittag
noch Zeit zum Baden blieb. Zuerst Selbstverteidigung, dann mae
geri Training bei Thomas Specht. Den letzten Nachmittag haben
wir am Strand verschlafen. Nach dem Abendessen ging es um zwölf
Uhr zurück Richtung Heimat.
2.9.2006
Um acht Uhr hat uns Michael sicher zuhause abgeliefert. Ab nun
hat uns der Alltag wieder. Auch wenn manche noch bleiben wollten
(including myself, by the way), man kann ja zumindest wieder kommen.
Bis zum nächsten Sommer in Punat 2007.
