Das ursprüngliche Karate hat sich unter chinesischem
Einfluss auf Okinawa entwickelt, aber erst im ersten Viertel dieses
Jahrhunderts hat es den Weg nach Japan gefunden.
Chinesen hatten ohne eine bestimmte Regelmäßigkeit verschiedene
Arten des Kung-Fu nach Okinawa gebracht und von da aus hat sich
das heutige Karate entwickelt. Es gab einen Mann namens Sakugawa,
der damals auf Okinawa lebte und die Kampfkunst To-de lehrte.
"To"
oder "Kara" ist der japanische Rufname für China und "de" bzw.
"te" bedeutet Hand, Hände.
Das
ursprüngliche Schriftzeichen bedeutet "Kunst aus China".
Was ist Kata?
Kata bedeutet
wörtlich: festgelegte Form. Kata ist die stilisierte Form eines
Kampfes gegen mehrere imaginäre Gegner. Kata ist geeignet, Beherrschung
der Technik und besonders die innere Haltung zu schulen: Atmung,
Ruhe, Gelassenheit, Sicherheit, Entschlusskraft, Kampfgeist, Rhythmus.
Die Katas sind ideal zum Durchtrainieren des ganzen Körpers, weil
in ihnen alle Techniken des Karate in ganz genau festgelegter
Reihenfolge auftauchen. Vor allem durch das Studium der Katas
erlangt man Harmonie und Rhythmus, gelangt zu innerer Gelassenheit,
Sicherheit und Ausstrahlung. Die Koordinationsfähigkeit und die
Konzentrationsfähigkeit werden durch das Erlernen und Üben von
Katas ebenfalls gesteigert.
Was ist Kumite?
Kumite bedeutet
Kampf, und für viele mag das die Höchstform des Karate bedeuten.
Darin mag auch eine Gefahr bestehen, denn durch das vorrangige
Streben, in Wettkämpfen zu gewinnen, geht das eigentliche Wesen
des Karate-Do verloren. Auch im modernen Karate ist Kumite nicht
etwas, was man anstelle von Kata üben sollte.
Erst die Ausgewogenheit
von Kihon (=grundschulmäßige, exakte Techniken), Kumite (=Kampf)
und Kata ermöglicht ein richtiges Verständnis von Karate, und erst
dann kann man von Karate-Do sprechen.